Going Light Syndrom

Fragen zu kranken oder verletzten Tieren
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SanWei
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Going Light Syndrom

Beitragvon SanWei » 03 Mär 2014 18:59

Hallo,

nach dem ich heute beim Tierarzt war und für meinen Pauldie bestürzende Diagnose gekriegt habe, dass er das Going Light Syndrom hat, ich glaube hier im Forum wird es umgangsprachlich Megas genannt, bin ich bestürzt, traurig und deprimiert.

Der Tierarzt konnte die Diagnose einwandfrei stellen, durch die Krankheitbhat Paul,auch noch eine Infektiom gekriegt, die er mit Antibiotika behandelt kriegt, für den Pilz bekommt er jetzt zweimal am Tag ein Mittel in den Schnabel, was für uns und auch ihn eine harte Belastungsprobe wird, zweimal am Tag dieses Mittel in den Schnabel einträufeln, d.h. zweimal einfangen. Da dieses Krankheit nun hochgradig ansteckend ist, wird Paula mit behandelt. Die beiden tun mir sehs sehr leid. Paul zeigt eindeutige Symptome und bei ihm ist es durch den Kot auch nachgewiesen, er wiegt 49 gr. Paula sieht besseraus, sie fliegt ja auch regelmäßig, aber beim Wiegen kam erschreckend heraus dass sie nur 51 gr wiegt. Nach dem Äusseren hätte der TA sie auf über 60 geschätzt.

Nun habe ich im Forum gesucht und überall nur gelesen Vogel gestorben, ich kann und will da nicht weiterlesen, ich bin verzweifelt und mag an soetwas nicht denken. Der TA meinte, es kann weggehen, aber er könnte auch, ohne das der Pilz weggeht und weiterbehandelt wird noch alt werden. Ich gehe davon aus, dass Paul schon länger befallen ist. Nun sagte der TA es kann durch Stress ausgelöst werden, wir sind vor 5 Wochen umgezogen und eigentlich hatte ich das Gefühl, dass beide es sehr gut überstanden haben und sich eingelebt haben.Ich bin nun Schuld, dass meine Vögel leiden müssen.

Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich meinen beiden es so angenehm wie möglich machen kann? Wie sind eure Erfahrungen mit dem Gesund werden? Ich habe daso einen Merkzettel mitbekommen, wollte aber auf erprobte Erfahrungswerde zurückgreifen. Könnte natürlich das Forum durchsuchen, aber ich bin zu deprimiert dazu. Wenn jemand einen Link parat hat, wo ich hier om Forum zum verhalten, Füttern, Pflegen zu diesem Thema was ginden kann, wäre ich dankbar. Ich könnte heulen und Die beiden haben uns das noch nichtmal krum genommen, dass wir sie dorthin geschleppt haben. Paul hat wohl gemerkt, dass es mir ziemlich mies geht, er hat sofort wieder mit mir geredet und dabei den Kopf immer schief gelegt, als ob er sagen wollte, hey ich wei. dass du mir helfen willst.
LG von Sandra

Paul, Paula und Salom the cat

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Jenny
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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon Jenny » 03 Mär 2014 19:41

Oh das tut mir Leid zu hören :(
Aus Erfahrung kann ich dir keine Tipps zu Megas geben, aber wir drücken dir alle Daumen und Krallen, dass das wieder wird!!
Viele Grüße,

Jenny mit Bilbo, Kiwi, Muffin und Pepper
Und immer bei uns: Yoda , Yoshi, Blue

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geierlady
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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon geierlady » 03 Mär 2014 20:57

Hallo Sandra,

ich kann mir vorstellen, dass du jetzt schockiert bist und auch Angst hast.
Aber vielleicht kann man die Megas ja auch gut behandeln.
Deine Vögel wiegen noch um die 50 Gramm, das ist noch im Normbereich, sie sind nicht abgemagert.

Vielleicht möchtest du die Ernährung anpassen, sodass sie ihr Futter leichter verdauen können.
Schau mal hier

Wichtig wäre jetzt, dass sie in kurzen Abständen gewogen werden, damit du die Entwicklung im Auge behältst.
In Düsseldorf werden alle Daumen und Krallen gedrückt, dass Paul und Paula wieder ganz gesund werden.
Viele Grüße
geierlady
mit Yuki und Paulchen
Unvergessen: Janosch

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Emmaly
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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon Emmaly » 03 Mär 2014 21:25

Wir drücken euch hier auch die Daumen!
Bild LG Sabine mit Mucki und Saphir Bild

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angel
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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon angel » 04 Mär 2014 06:42

Liebe Sandra,

die Diagnose ist ein Schock und es tut mir wirklich sehr leid. Wenn Du magst, lies mal hier bei Gabi nach. Die hat das Thema sehr übersichtlich zusammengefasst.

http://www.birds-online.de/gesundheit/g ... on/gls.htm

Insbesondere die Umstellung der Ernährung hat sie super beschrieben. Schau hier:

http://www.birds-online.de/nahrung/kran ... futter.htm

Ich hatte früher bei meinen Wellis auch einen Fall, welcher mit der richtigen Ernährung noch sehr alt geworden ist. Dieser Fall ist auch der Grund, warum meine ausschließlich Gemüse und regelmäßig Thymian bekommen.

Also Kopf hoch ! Lieben Gruß Jana

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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon Moni » 04 Mär 2014 08:00

Liebe Sandra,
ich bin bestürzt, das von Paul zu lesen :( und ich kann deine Angst verstehen.

Schon das Wissen, dass ein Tier erkrankt ist, drückt einem schwer auf die Seele. Die Tiere spüren das, das hat dir Paulchen ja schon gezeigt. Daher versuche bitte, so gut es geht positiv zu denken. Das Gewicht deiner Tiere ist nicht besorgniserregend und mit Medikamenten und einer abgestimmten Ernährung kann man gezielt gegen den Pilz vorgehen. Ich weiß, es klingt blöd ... aber irgendwie ist es auch wieder gut, dass dein TA sofort die richtige Diagnose gestellt hat, anstatt wochenlang im Dunklen zu tappen, was die Krankheit möglicherweise hätte verschleppen können.

Megas müssen kein Todesurteil sein, Jana hat dir genau die Links zu Gaby Seite eingestellt, die auch ich dir angeraten hätte und ich schließe mich ihren Worten an: Kopf hoch!

Ach ja ... eines noch: mach dir bitte keine Vorwürfe, dass du Schuld am Ausbruch der Megas hast, weil ihr umgezogen seid. Ich weiß, manchmal ist es leichter, wenn man einen Schuldigen hat, den man verantwortlich machen kann. Aber diese Bürde solltest du nicht auf dich nehmen, ihr werdet Gründe für den Umzug gehabt haben. Bleib die fröhliche Sandra, die Spaß an und mit ihren Schnuckels hat. Das tut euch allen gut, auch in schwierigeren Zeiten :)

@ Jana
Jetzt erklärt sich mir auch, warum du ausschließlich Gemüse fütterst ... du hattest es neulich mal in einem Beitrag erwähnt, ich hatte nur noch keine Gelegenheit, danach zu fragen :idea: Da meine Jungs ein, zweimal in der Woche Fenchel-Kümmel-Anis-Tee bekommen, werde ich jetzt auch Thymiantee anbieten. Kann ja nicht schaden :)
Lieben Gruß von Moni und ihren Seelenvögeln
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SanWei
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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon SanWei » 04 Mär 2014 13:47

Vielen lieben Dank für die tipps, links und vor allem eure Anteilnahme. Ich fühl mich nach einer schlaflosen Nacht nun besser und umarme euch alle in Gedanken.
Nachdem ich gestern gedacht habe, dass ich den Boden unter den Füssen verliere, ich muss dazu sagen wir hatten sehr viel Ärger vor unserem Umzug mit den Nachmietern der Alten Wohnung und ich war regelrecht krank davon, habe ich heute beschlossen zu kämpfen. Ihr habt recht, kopf hängen lassen ist für meine beiden nicht gut. Ich werde die Ernährung umstellen, schade ist, dass ich kein obst mehr füttern soll. Auf dem Infozettel vom TA stand was von zuckerfreien ZwiebAck, da könnte ich Glück haben, dass meine das annehmen. Es wird ein Kampf mit der Futterumstellung, ein großer Leidtragener ist auch mein Mann, er darf die Vögel nun zweimal am Tag einfangen, ich glaube er wird im Leben nicht mehr mit den Schwanzfedern angeguckt. In zwei Wochen sollen die beiden beim TA wieder vorstellig werden, das blöde ist ich muss 40 km fahren, der nächste vogelkundige ist nämlich in Kiel. Was haltet ihr von Zusatzvitaminen, hier ist schon oft was über Kovitamin gesprochen worden, was ist das überhaupt? Ein züchter hat mir den Rat gegeben mit Apfelessig, habe ich ach auf einem der Links nachgelesen. Ich bete darum, dass Paula sich nicht angesteckt hat, zeigt aber etwas seltsames Verhalten. In zwei Wochen hoffe ich, dass wir sie mit testen lassen können, diesmal ging es nicht, der Kot war dem TA schon zu trocken.
Mann omann, ich habe immer noch die traurige Geschichte von Olli mit seiner/m Ratched im Hinterkopf. Tschuldigung Olli, wenn ich den Namen des Vogels verkehrt geschrieben habe.

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zipelin01
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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon zipelin01 » 04 Mär 2014 14:10

Hallo, liebe Sandra,

es tut mir so Leid, dass es dein Paulchen erwischt hat. Und ich weiß genau, wie du dich fühlst, ist doch mein Quack
an dieser Sch.-Krankheit verstorben :( Trotzdem hab`ich bei deiner Maus noch gute Hoffnung.
Als ich bemerkte, dass Quack krank war, war es fast schon zu spät. Ich habe mir damals solche Vorwürfe gemacht...
hätte ich nicht eher bemerken müssen, dass es dem Kleinen schlecht geht? Er schien ein absoluter Meister des Verbergens zu sein, erst als er sooo schlapp wurde, kaum noch fraß, nichts mehr trank bemerkte ich, dass er sehr krank war.

Quack hat mit seinem Papa über drei Wochen in der TA-Praxis gewohnt, wog noch nicht mal mehr 40 gr.
Mit Ampho-Moronal und einem Lebermittel wurde er täglich behandelt, Screami hat sich übrigens nicht infiziert.
Zum Schluss waren sogar die Megas bei Quack nicht mehr nachweisbar, aber er war wohl einfach zu schwach.

Deshalb habe ich bei Paulchen gute Hoffnung, er scheint ja noch nicht abgebaut zu haben, ist noch im Normalgewicht
und scheint, so wie ich gelesen habe recht fit zu sein. Alles war bei Quack nicht der Fall.

Und mach dir bloß keine Vorwürfe, es ist nicht deine Schuld, wenn der Kleine an Megas erkrankt ist, er kann es schon ewig in sich getragen haben.

Fühl dich ganz fest gedrückt, wir drücken hier alle Daumen und Krallen, er wird`es bestimmt schaffen!
Lb. Grüße von Martina und der Rasselbande:
den Kathis Screami und Finchen, den Bourkis Chipchöp und Knöpfchen und den Froggis und Unkis.
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keiax
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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon keiax » 04 Mär 2014 15:49

Zusatzvitamine, Vitaminpräparate solltest du in dem Fall mit dem VK TA sbsprechen.
Bei den Präparaten darf auf jeden Fall kein Zucker drinn sein, da der Pilz das als Nahrung nutzt.

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Sittich-Pappa
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Re: Going Light Syndrom

Beitragvon Sittich-Pappa » 04 Mär 2014 19:46

Das mit Ratchet war in der Tat ein Schock für mich.
Versuch Keimfutter oder Quellfutter anzubieten.
Wenn du Vitamine geben möchtest nimm Prime ist ohne Zuckerzusatz.

Zur Info
Häufig wird eine Ansäuerung des Trinkwassers (auch kurweise) z.B. mit Apfelessig empfohlen, damit der Pilz in seinem Wachstum gehemmt bleibt. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse lassen jedoch Zweifel an dieser Aussage aufkommen. So wurde bereits 2007 eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht, in der nachzulesen ist, dass unter Laborbedingungen gerade im sauren ph-Bereich eine besonders gute Wachstumsrate des Macrorhabdus ornithogaster erzielt wurde (-> Auszug: http://jvdi.org/).

Hier die Dosierung und die Medikamente die Ratchet bekommen hat.

Behandlung mit Ampho-Moronal /Amphotercin B.

2x tgl. 0,05 ml (das sind 3-4 Tropfen aus einer 1 ml Spritze).
Dieses Medikament sollte über einen Zeitraum von mindestens 4 Wochen verabreicht werden.

10 Tage lang 1 Stück (2 cm lang) Kolbenhirse mit einer Messerspitze voll PT-12 Laktobazillen panieren, die Kolbenhirse sollte vorher befeuchtet und vor dem verfüttern über Nacht getrocknet werden.

Gute Besserung für Paul.
LG von Olli
und den Kathis:

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