Sind Kathys anfälliger?

Fragen zu kranken oder verletzten Tieren
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snoere
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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon snoere » 05 Jul 2016 09:07

raptor49 hat geschrieben:Müssten dann aber nicht auch ua von Sperlingspapas, Kanarien und von vielen Prachtfinken Arten Tiere betroffen sein? Bei den genannten hatte ich in all den Jahren nie den Eindruck, es könnte damit zusammen hängen.

Oder es liegt daran, das Probleme und Todesfälle weniger Öffentlich gemacht werden. Von meinen Wellis starb einer an einen Tumor im Bauch. Die anderen am Alter.


Alles möglich, und eine exakte Antwort kann ich dir nicht geben.

Meine Beobachtungen der letzten Jahre sind, dass sowohl unter den Wellensittichen als auch den Katharinasittichen Tumorerkrankungen zunehmen, oder dass zumindest darüber geredet wird. Ich bin mir nicht sicher, ob es darüber Studien gibt, die das statistisch angehen.

Gleichwohl denke ich, dass Katharinasittiche recht robust sind. Wenn ich manchmal schaue, was für Tröpfe hier bei mir angekommen, wundert es mich, dass die überhaupt noch leben. Andere Vögel hätten das vermutlich nicht so lange überlebt.
Ich erinner mich an einen Kathi, der vor vielen, vielen Jahren als Vermittlungsvogel zu uns kam. Er hatte seit Monaten kein Tageslicht gesehen. Schlimmer war jedoch der Gestank. Wir dachten erst, es wäre nur der "Käfig", der so nach Zigarettenrauch stank. Aber nachdem wir den komplett entsorgt hatten, roch der Vogel noch immer nach Nikotin. Beim ersten Duschen tropfte eine stinkende, gelbliche Brühe aus dem zerschlissenen Gefieder. Es dauerte eine ganze Weile, bis der Vogel wieder nach Vogel duftete. Zu diesem Zeitpunkt war *Nico* (ja, ein bisschen Zynismus muss auch in der Vogelhaltung sein!) bereits 6 oder 7 Jahre alt. Kein Mensch hatte erwartet, dass dieser Vogel noch lange lebt, nachdem was er da jahrelang passiv mitgeraucht hat. Tja, denkste. Weitere sieben Jahre lebte *Nico* in seinem neuen Zuhause mit neuen Kumpel.
Und das ist nur ein Beispiel von vielen.

Gruß
Siggi

Coco Chanel
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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon Coco Chanel » 05 Jul 2016 17:29

Coco Chanel hat geschrieben:Vielleicht schreiben wir hier, wie unsere Kathis gestorben sind oder eröffnen eine Umfrage mit Antwortmöglichkeiten und Beschreibung?

Eine Henne (*2008-2015) lag morgens überraschend tot in der Korkröhre. Sie war die Tage ein bisschen unruhig, als suchte sie ein Nest zum Eierlegen, nahm aber die gebotenen Möglichkeiten nicht an und lag "urplötzlich, wie gesagt in der Korkröhre. Da sie mehrere Wochen zuvor im nassen Zustand (nach dem Duschen) gegen das Fenster flog, vermute ich da einen Zusammenhang.

Eine andere Henne (*2012-2016) hatte schon über 4 Jahre versucht, Nachwuchs zu bekommen, die befruchteten Eier entwickelten sich aber nicht mehr weiter ab einem gewissen Zeitpunkt. In diesem Frühjahr lag sie dann tot im Brutkasten, ohne irgendwelche Anzeichen von Legenot. Sie hatte insgesamt 4 Eier über einen Zeitraum von mehren Tagen gelegt. Ich habe den Bauch abgetastet und nichts gefühlt.

Einen Hahn (*2012-2016) musste ich wegen Tumoren in den Beinen einschläfern lassen.


alle 3 wildfarben (von unterschiedlichen Züchtern, bzw Zausel von der TÄ)
:D

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Jenny
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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon Jenny » 05 Jul 2016 19:04

Jenny hat geschrieben:Yoda (Henne, 2009-2016)
Verausgabte sich beim Eierlegen. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, waren es 9 Eier in zwei Monaten, davon 4 in der Woche vor ihrem Tod. Wir waren mit ihr mehrmals beim Tierarzt. Extra Kalium- und Vitamingaben haben leider nicht geholfen. Eifutter mit Sonnenblumenkernen zum Aufpäppeln wurden leider nicht so gut angenommen.

Yoshi (Henne, 2015-2016)
Kaum 10 Monate alt und vermutlich gerade erst die Geschlechtsreife erlangt, starb sie (an Legenot?) beim Legen ihres zweiten Eis. Sie war topfit, kräftig, fraß gut, total verspielt (also quasi noch ein Küken), ging freudig auf die Begattungsaktivitäten von Kiwi (Hahn) ein... Ich vermute, sie war einfach noch nicht bereit dazu. Bei der Eiablage gab es keinerlei Anzeichen darauf, dass sie Probleme hatte. Sie hielt sich ganz ruhig am Volierenboden auf und hörte dann einfach auf zu leben.


Beide wunderhübsche wildfarbene Tiere.
Viele Grüße,

Jenny mit Bilbo, Kiwi, Muffin und Pepper
Und immer bei uns: Yoda , Yoshi, Blue

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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon geierlady » 05 Jul 2016 19:39

Janosch war ebenfalls wildfarben.
Viele Grüße
geierlady
mit Yuki und Paulchen
Unvergessen: Janosch

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Moni
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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon Moni » 10 Jul 2016 17:24

Hallo zusammen,

ich kann - bezogen auf meine eigenen Tiere - zu einer Anfälligkeit nichts sagen. Gottseidank.
Freilich gab es in 18 Jahren Kathi-Haltung immer wieder einmal Unpässlichkeiten, die meine Vögel aber allesamt gut überstanden haben.
Ich für meinen Teil würde eher sagen, dass Katharinasittiche zähe, kleine Burschen sind.

Maxi (1998-2004) starb (als jüngstes meiner Tiere) mit 5 1/2 Jahren an Legenot. Maxi hatte nur mal einen Schnupfen und ein verstopftes Nasenloch.
Moritz (1998-2010), Maxis Partner, verstarb mit 12 Jahren. Hätte er nicht eine vom TA unerkannte Infektion am Schnabel gehabt, wäre er sicher älter geworden :(
Sammy (2001-2015), der darauf Moritzles Partner wurde, verstarb mit 14 1/2 Jahren. Sammy war eigentlich nie richtig krank... er war klein, aber zäh.
Charlie (*2005), der nach Moritzles Ableben Sammy Partner wurde, ist mit seinen 11 Jahren immer noch putzmunter. Er hat schon Schlimmes mitgemacht (Unterflügelexzem???), sich aber wieder gut erholt.
Rike (*2014) unser Mädel und jetzige Partnerin von Charlie, ist eine kleine quietschvergnügte Zaubermaus.

Nun zu meinen Adoptivkathis.
Henry (2004-2015) habe ich mit Leberschaden übernommen, er hat sich gut gehalten, war zum Schluss ziemlich gebeutelt, verstarb aber mit 11 Jahren letztlich durch einen tragischen Unfall.
Christo (*2002), älterer Bruder von Henry und mit 14 Jahren mein Oldie. Er ist traurigerweise halb blind und fliegt nicht mehr, aber er ist in seiner Luxusbude der Herr im Haus und genießt das auch. Seine Träller-Serenaden sind einzigartig.

Alle haben (bis auf Charlie) eines gemeinsam. Sie sind wildfarben. Was da eventuell in spalt angelegt ist, kann ich nicht beurteilen, denn es hat sich ja keiner vermehrt *lach*. Charlie ist auch grün, aber man sieht, dass da irgendwie gepanscht wurde, er ist dunkler und längst nicht so leuchtend grün wie der Rest.

Meine Tiere sind weitgehend von größeren Krankheiten, Infektionen oder Parasiten verschont geblieben. Dafür bin ich sehr dankbar.
Ich habe ausgewogen ernährt, auf regelmäßigen Freiflug geachtet und die Vogelheime tiergerecht mit vielen Beschäftigungsmöglichkeiten ausgestattet.
Lieben Gruß von Moni und ihren Seelenvögeln
In meinem Herzen: Maxi, Moritz, Henry, Sammy, Charlie und Christo
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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon Moni » 10 Jul 2016 17:29

snoere hat geschrieben:Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung für Hähne von 10 Jahren...


Hi Siggi, so gesehen hab ich ja alles "alte Knacker" :D :D :D :D :D

Gut so!
Lieben Gruß von Moni und ihren Seelenvögeln
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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon snoere » 10 Jul 2016 20:34

Moni hat geschrieben:
snoere hat geschrieben:Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung für Hähne von 10 Jahren...


Hi Siggi, so gesehen hab ich ja alles "alte Knacker" :D :D :D :D :D

Gut so!



So sieht's aus! :)
Siggi

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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon keiax » 10 Jul 2016 22:10

snoere hat geschrieben:Meine Beobachtungen der letzten Jahre sind, dass sowohl unter den Wellensittichen als auch den Katharinasittichen Tumorerkrankungen zunehmen, oder dass zumindest darüber geredet wird. Ich bin mir nicht sicher, ob es darüber Studien gibt, die das statistisch angehen.


Wenn du studien findest gib bitte bescheid ;-)
Prinzipiell muss man sich als Hintergrund mehrere Sachen bewusst machen:
    Die Haltungsbedingungen ändern sich, bei einem Papageien mit Freiflug/Bwegungsraum fällt es schneller auf, wenn er eingeschränkt ist
    Die Ernährung/Futterzusammensetzung und die Erkenntnisse dazu haben sich weiter entwickelt.
    Die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten nehmen immer weiter zu. Ein beispiel ist z.B. hochauflößendes Röntgen, was gerade bei kleinen spezies eine detailliertere Auswertung ermöglicht

Zu den Mutationen:
Bei Wellis ist es eher unwarscheinlich dass man bei einem normalen Züchter noch echt wilderbige Tiere findet. Ähnlich drastisch sieht es bei verschiedensten anderen "verzüchteten" Vogelarten aus.
Erst im Vergleich zu denen macht aber eine Aussage bei gleichen Haltungsbedingungen sinn. Insgesamt währen da allgemein Studien interessant.
Birds! Birds need flying. Flying is freedom, and, and not having to rely on anyone.
Jewl , Rio (Movie)
4 Katharinen Louise, Kiki,Greeny,Sunny
4 Welli Eddy, Spikey und Saphira Lilly
Unvergessen: Charly & Eiki, Balu,Susi,Sissi,Fiby

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Re: Sind Kathys anfälliger?

Beitragvon raptor49 » 13 Jul 2016 17:26

keiax hat geschrieben:
Zu den Mutationen:
Bei Wellis ist es eher unwarscheinlich dass man bei einem normalen Züchter noch echt wilderbige Tiere findet. Ähnlich drastisch sieht es bei verschiedensten anderen "verzüchteten" Vogelarten aus.
Erst im Vergleich zu denen macht aber eine Aussage bei gleichen Haltungsbedingungen sinn. Insgesamt währen da allgemein Studien interessant.


Ab und zu tauchen mal hier und da in Foren und auf FB postings auf, in denen für Studien diverse Daten gesucht werden, aber Ergebnisse über sowas sind mir nicht bekannt.
Der mit dem Geier tanzt.


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