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Beschreibung

Der Katharinasittich gehört zur Gattung der Dickschnabelsittiche. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Schnabel das auffälligste Merkmal dieser kleinen Sittiche. Er ist gedrungen, wirkt wie angeschwollen. Die Wachshaut ist unbefiedert, ebenso ein schmaler Augenring. Die Nasenlöcher liegen frei. Der Schwanz ist bei den Vertretern der Gattung Bolborhynchus sittichuntypisch kurz und spitz. Die Arten dieser Gattung zeigen keine eindeutigen Geschlechtsunterschiede.

Die Dickschnabelsittiche sind aufgrund ihrer geringen Größe und angenehmen Stimme durchaus für die Wohnungshaltung geeignet, wobei der Katharinasittich wohl zu den bekanntesten Stubenvögeln seiner Gattung gehört.

Der Katharinasittich ist etwa 16 bis 17 cm lang, wobei nur knapp sechs Zentimeter auf den Schwanz entfallen. Die Flügel sind nach Dathe (1983) ca. zehn Zentimeter lang.
Das Gewicht eines ausgewachsenen Vogels liegt bei etwa 50 bis 60 g.
Die Lebensdauer wird mit ungefähr zehn Jahren angegeben (Alderton; 1997), wobei allerdings auch ältere Exemplare bekannt sind. Meist sind es dann die Männchen, die bei guter Pflege 12, 13 oder gar 14 Jahre alt werden.

Im Großen und Ganzen ist der Katharinasittich erst einmal grün. Aufgrund seines scheinbar unspektakulären Gefieders, welches dem Vogel kein ausgesprochen exotisches Aussehen verleiht, und der insgesamt ruhigen Art, galt der Katharinasittich lange Zeit als uninteressant, sowohl für die Haltung als Ziervogel als auch für die Zucht. Das hat sich in den letzten Jahren nicht nur durch das Auftreten zahlreicher Farbmutationen geändert.

Topographie

Die für den Katharinasittich so charakteristische schwarze Gefiederzeichnung fehlt nur auf der hellgrünen Unterseite und an Stirn, Wange und Kehle. Die Flanken und Brustseiten sind olivgrün, die Federn wie auch das sattgrüne Kopf- und Rückengefieder schwarz gesäumt. Diese Säumung wird zum Schwanz hin breiter, die gelb-grünen Ober- und Unterschwanzdecken weisen sogar schwarze Spitzen auf. Die intensive Säumung der Federn findet sich auch bei den dunkelgrünen Flügeldecken wieder. Der Flügelbug ist schwarz, ebenso die Federspitzen der beiden mittleren Schwanzfedern. Die Steuerfedern (Schwanz) sind dunkelgrün, wie auch die Handschwingen. Das intensiv schwarz gesäumte Gefieder des Rückens und der Körperseiten haben manchmal einen bräunlichen Schimmer. Die Schenkel sind gelb-grün, die Unterflügeldecken blau-grün.

Topographie

Der graue Augenring ist unbefiedert, feine Wimpern umrahmen die großen Augen. Die Iris ist dunkelbraun. Schnabel und Wachshaut sind hornfarben mit dunkler Oberschnabelspitze, Beine und Füße sind fleischfarben, Krallen dunkel bis schwarz.

Die Jungvögel der Katharinasittiche sind manchmal blasser gefärbt, der Schnabel und die Füße sind heller als die der adulten Tiere, und die Stirn weist einen bläulichen Schimmer auf. Allerdings ist ein blauer Schimmer durchaus auch bei adulten Tieren anzufinden, ebenfalls am Vorderkopf, aber auch an den Handschwingen oder im Bereich der Schultern und des Flügelbugs. Bauer (1990) meint daher, dass sich die Jungtiere von Altvögeln nicht eindeutig unterscheiden lassen. Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen.

Der Peru-Katharinasittich (Bolborhynchus lineola tigrinus) weist ein dunkleres Gefieder auf als B. l. lineola. Die schwarze Säumung ist beim Großteil des Gefieders stärker ausgeprägt, besonders auffällig ist der ausgedehnte schwarze Flügelbug (Arndt; 1986). Die Iris soll bräunlich sein, Füße und Schnabel sind dunkler. Der Peru-Katharinasittich wurde nur in geringer Individuenzahl nach Europa importiert. Aufgrund der geringen Unterscheidungsmerkmale zur Nominatform ist nicht mehr feststellbar, ob noch reinrassige Exemplare in Europa existieren. Wahrscheinlich sind große Teile der in Europa lebenden Katharinasittiche Mischlinge aus beiden Unterarten.

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