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Woher ?

Haben Sie Ihre Entscheidung getroffen und wollen sich Katharinasittiche ins Haus holen, stellt sich die Frage: Woher bekomme ich die Tiere?

Tierheime und Papageienvermittlungen

Generell sollten Sie Tieren aus Ihrem örtlichen Tierheim den Vorrang geben. Denn diese Vögel brauchen besonders ein gutes neues Zuhause. Auch wenn zur Vergangenheit der Sittiche oftmals nur lückenhaft Informationen vorliegen und meist Angaben zu Alter und Krankengeschichte fehlen, so haben sie dennoch eine weitere Chance verdient. Fragen Sie einfach einmal bei Ihrem Tierheim nach! Ein Tierheim in Ihrer Nähe finden Sie im örtlichen Telefonbuch oder über entsprechende Seiten im WWW, wie z. B. www.tierheimlinks.de.

Eine weitere Möglichkeit ist die vom Katharinasittichnetzwerk betreute Katharinasittichvermittlung. Dort werden Katharinasittiche - Einzeltiere, Paare oder Gruppen, Tiere jedweden Alters oder Farbschlags - vermittelt, meist von der alten direkt zur neuen Bleibe oder über Zwischenstationen bei einer der Katharinasittichauffangstationen. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!
Auch andere Vereinigungen und Vereine bemühen sich um die Vermittlung von Papageien und Sittichen. Eine Liste finden Sie unter anderem auf unserer Vermittlungsseite.

Die beiden oben genannten Möglichkeiten treffen zugegebenermaßen eher selten zu, da Katharinasittiche in Deutschland recht wenig gehalten und daher auch nicht häufig zur Vermittlung oder ins Tierheim gegeben werden. Daher müssen Interessenten oftmals auf andere Alternativen zurückgreifen.

Züchter

Wenngleich Katharinasittiche inzwischen regelmäßig in Zoofachgeschäften angeboten werden, empfehle ich eher den Gang zum Züchter. Dort haben Sie die Möglichkeit, die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung zu beobachten. Und diese Chance sollten Sie nutzen.

Achten Sie aber auch auf die Umgebung, die Zuchtboxen, die Anlage:

Ein guter Züchter versorgt Sie gerne mit reichlich Informationen und Tipps zu den Vögeln. Er wird zudem Jungtiere nicht zu früh abgeben, schon gar nicht, wenn sie noch nicht futterfest sind. Da er seine Tiere gut kennt, hilft er Ihnen bei der Zusammenstellung eines harmonischen Paares.

Bedenken Sie bitte, dass in einer Gemeinschaftsvoliere mit etlichen bereits geschlechtsreifen Tieren durchaus feste Paare sitzen können. Ein solches zu trennen, ist für beide Tiere ein traumatisches Erlebnis. Beobachten Sie daher die Vögel in Ruhe, bevor Sie sich für ein Paar oder zwei Einzeltiere entscheiden.

Selbstverständlich gibt es auch unter den Züchtern schwarze Schafe. Schauen Sie sich deshalb alles in Ruhe an, stellen Sie Fragen, beobachten Sie die Tiere. Sollten Sie den Eindruck haben, dass die Vögel nicht gesund sind, die Zuchtanlage (dauerhaft) dreckig und dunkel und der Züchter kein besonders verantwortungsvoller ist, dann nehmen Sie lieber vom Kauf von Katharinasittichen aus diesem Vogelbestand Abstand und suchen weiter.

Zoohandlung

Auch wenn es bestimmt rühmliche Ausnahmen gibt, eignen sich die meisten Zoofachhandlungen nicht zum Kauf von Sittichen und Papageien aller Art. Selbst engagierte und gut ausgebildete Tierverkäufer können niemals die Bedürfnisse aller in einem solchen Laden verkauften Tierarten kennen, geschweige denn sie an die neuen Besitzer von Sittich & Co. weitergeben. Leider ist die Beratung oft mangelhaft bis vorsätzlich falsch (falsche Altersangaben, falsche Angaben zum Geschlecht und zu Ernährungsgewohnheiten, ... ). Der Verkauf hat dort unter Umständen Vorrang vor dem Wohl der angebotenen Tiere. Der Käufer hat außerdem keine Möglichkeit, Informationen zu den bisherigen Haltungsbedingungen, zu vorherigen Erkrankungen oder Eigenheiten zu erfahren. Ruhiges Beobachten der Tiere ist aufgrund hektischer Verkaufsatmosphäre nur bedingt möglich. Zu guter letzt werden für Katharinasittiche - auch für wildfarbene - Preise verlangt, die 50 bis sogar 250 % über dem in Züchterkreisen geltenden Preisniveau liegen.

Vogelbörsen und Tiermärkte

Auch auf eine weitere Möglichkeit der Anschaffung möchte ich noch eingehen: Vogelbörsen und Kleintiermärkte.
Die Tiere werden dort in kleinen Käfigen über mehrere Stunden zur Schau gestellt und von Hunderten Menschen angestarrt. Aufgrund der oftmals zu niedrigen Positionierung der Verkaufsboxen laufen die Interessenten alle in maximal Brust- oder Schulterhöhe an den Käfigen vorbei und versetzen somit schreckhafte Vögel in Dauerangst. Um die Vögel von allen Seiten begutachten zu können, werden diese in ihren kleinen Kisten gescheucht, mit Händen oder kleinen Stöcken. Wenn in der Verkaufshalle Rauchverbot herrscht, ist dies schon ein enormer Fortschritt. Viele Börsen sind im Herbst, Temperaturen um oder unter 10°C sind da keine Seltenheit, auch IN den Hallen. Tiere aus Innenhaltung sind dadurch enormen Temperaturschwankungen ausgesetzt und somit prädestiniert für Erkältungen und andere Erkrankungen. Beratungsgespräche fallen in der hektischen Verkaufsatmosphäre eher mager aus. Aufgrund des Dauerstresses verhalten sich die Tiere nicht annähernd so wie in ihrer gewohnten Umgebung.
Und nun meine Frage: Glauben Sie wirklich, dass der Kauf von Sittichen dort eine gute Entscheidung ist?

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