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Mutationen

Ino (Heterosomal rezessiv)

Als Inos bezeichnet man sowohl die Lutinos, die gelben Katharinasittiche, als auch die Creminos, cremefarbene Exemplare.

Lutino

Die Lutinos weisen eine satte Gelbfärbung auf, Schwanzfedern und Handschwingen sind manchmal heller oder sogar fast weiß. Sie zeigen keinerlei schwarze Gefiederzeichnung. Der Schulterfleck ist weiß und wird zeitweise zur Geschlechtsbestimmung herangezogen. Dies ist jedoch ähnlich fehlerbehaftet wie bei der Geschlechtsbestimmung wildfarbener Tiere anhand des Schulterflecks. Die Krallen sind hell und durchscheinend, die Augen rot, Schnabel und Zehen fleischfarben wie bei den wildfarbenen Vögeln.
Bei den Creminos, welche aus der Kombination der Ino- und der Türkis-Mutation entstehen, gibt es fast weiße Exemplare und solche, die eher cremefarben bis gelblich aussehen. Schneeweiße Vögel, wie man sie von den Wellensittichen kennt, gibt es ebenso wenig wie rein blaue. Den Vogel überzieht immer ein gelber Hauch. Ansonsten gelten die gleichen Merkmale wie bei den Lutinos.

Cremino

Zur Zucht dieser schönen Mutationen sollte man dem Zuchtergebnis und vor allen den Tieren zuliebe vorwiegend spalterbige Tiere verwenden. Werden türkisfarbene Vögel oder sogar Lutinos und Creminos eingekreuzt, so kann der Nachwuchs klein, sogar verkümmert sein. Wie hoch die Sterblichkeitsrate der Embryonen bereits vor dem Schlupf ist, ist nicht bekannt. F. Pfeffer (1994) berichtet, dass die Zucht mit dem gelben Katharinasittich ebenso verläuft wie bei den Wildfarbenen, meist jedoch mit schlechteren Ergebnissen.

Die Mutation vererbt rezessiv und geschlechtsgebunden. Da die weiblichen Katharinasittiche nur ein Z-Chromosom besitzen, im Gegensatz zu den Männchen, die zwei Z-Chromosomen aufweisen, können Weibchen niemals eine Spalterbigkeit für die Ino-Mutation tragen. Sobald sie ein mutiertes Allel haben, ist die Mutation auch sichtbar. Männliche Tiere hingegen können spalterbig in ino sein und diese Anlage zur Mutation auch an ihre Nachkommen weitergeben. Aufgrund der Tatsache, dass das Z-Chromosom eines Weibchens immer vom Vater stammt (von der Mutter bekommt die Tochter das W-Chromosom), sind alle sichtbaren Inos aus einer Verpaarung einer grünen Henne mit einem grünen spalterbigen Hahn Hennen.

Die Ino-Mutation verhindert jegliche Produktion von Melanin. Es ist theoretisch jedoch auch möglich, ähnlich wie bei der Blau- bzw. Türkis-Mutation, dass das Gen für die Melaninproduktion nur partiell abgeschaltet wird. Die Folge wären Vögel mit einer Farbe irgendwo zwischen gelb und grün, in etlichen Abstufungen. Sehr wahrscheinlich gibt es so eine Mutation bereits: Die aufgehellten Katharinasittiche.

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