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Gesundheit

Auch bei optimaler Pflege und Ernährung kann es passieren, dass Ihre Katharinasittiche krank werden. Ob es sich dabei z.B. um bakterielle Infektionen, Parasiten oder anderes handelt, sollte immer ein vogelkundiger Tierarzt festellen. Dennoch kann es nicht schaden, wenn Sie als Vogelhalter sich mit möglichen Krankheiten, ihren Symptomen und Therapien ein wenig auseinandersetzen, um im Notfall schnell und korrekt reagieren zu können.

Krankenkäfig

Sollte ein Vogel Krankheitssymptome wie z.B. Durchfall, Apathie oder Appetitlosigkeit zeigen, so kann es hilfreich sein, einen Krankenkäfig zur Hand zu haben, um den betroffenen Vogel zumindest räumlich von seinen Artgenossen zu trennen. Dies kann, wenn es früh genug geschieht, eine Ansteckung der anderen Tiere verhindern und eine Behandlung erleichtern.
Dieser Käfig sollte, auch wenn es vielleicht schwer fällt, eher spartanisch eingerichtet sein, denn eine leichte Reinigung sollte im Vordergrund stehen, um z.B. Re-Infektionen zu vermeiden. Der Vogel sollte nach Möglichkeit auch leicht aus diesem Käfig gefangen werden können, wenn z.B. eine Behandlung am Tier durchgeführt werden muss. Dabei stören zuviele Äste und Spielzeug nur, stellen sogar eine Verletzungsgefahr dar.
Anders verhält es sich natürlich, wenn der Vogel oder die Vögel für längere Zeit in diesem Käfig verbleiben müssen, wie es zum Schluß der Fall bei meiner Katharinasittichhenne Nele war (Foto oben). Da sie sowieso nicht fliegen konnte, habe ich den Krankenkäfig mit vielen Ästen versehen, so dass sie zumindest Bewegung durch Klettern bekam.

Einen Überblick über bekannte Krankheiten von Sittichen (auch wenn es dort primär um Wellensittich geht, ist das meiste übertragbar) gibt es auf der Seite von Gaby Schulemann.

Eine Notfallapotheke kann hilfreich sein, wenn es zu akuten Verletzungen und/oder Unfällen kommt. Eine Aufstellung der Bestandteile einer solchen Apotheke ist bei Sittich-Info zusammengefasst.

Dennoch gibt es natürlich auch bei Katharinasittichen chronische Erkrankungen. Relativ häufig scheint die chronische Kropfentzündung zu sein, welche nicht selten nach langer Leidenszeit zum Tode des betroffenen Tieres führt. Bei Symptomen wie Abgeschlagenheit, häufigem Würgen oder Spucken von Schleim und Körnern ist sofort ein vogelkundiger Tierarzt aufzusuchen, um Schlimmeres zu vermeiden.

Ein weiteres Beispiel für eine chronische Erkrankung (psychischer Art) ist folgender Katharinasittich-Hahn (links im Bild):

Katharinasittich

Dieser Katharinasittich wurde per Hand aufgezogen (mit Kontakt zu anderen Katharinasittichen) und war demnach bei seinem Züchter sehr menschenbezogen.

Katharinasittich

Dies entwickelte sich weiter, so dass dieser Hahn bald seinem Menschen nicht mehr von der Seite wich, trotz Katharinasittichgesellschaft. Hinzu kam, dass er fortwährend schrie, sobald besagter Betreuer das Zimmer oder auch nur die Wohnung betrat. Ebenso schreckte er nicht vor Aggressivitäten in Form von Beißen und Hacken zurück.

Da der Halter dem enormen Aufmerksamkeitsbedürfnis nicht gerecht werden konnte, fing der Vogel bereits im zarten Alter von wenigen Monaten an, sich zu rupfen. Zunächst verschwanden ein paar Federn am Bauch, später auch am Rücken.

Aufgrund des sich verschlechternden Zustandes des Katharinasittichs entschloss sich der Halter, sowohl ihn als auch seine Schwester (eine Naturbrut) abzugeben. So zogen die beiden in eine Voliere mit anderen Katharinasittichen. Das Schreien verstummte in dem Moment, in dem der bisherige Halter das Zimmer des neuen Zuhause verließ, und das bis heute. Leider kann er es nicht lassen (organische Ursachen wurden ausgeschlossen), sich nachwachsende Federn auszurupfen.

Heute ist dieser Katharinasittich noch immer partiell kahl, aber inzwischen glücklich mit einer grünen Katharinasittich-Dame verpaart. Er genießt das Leben im Schwarm, fliegt gerne und viel, krault seine Partnerin und hin und wieder auch seine Schwester. Die neue Halterin kann, abgesehen von der Federrupferei, keine Verhaltensauffälligkeiten feststellen, der Katharinasittich ist nicht besonders zahm, ebenso wenig aggressiv.

Ich hoffe, dass auf Dauer die Federn stehen bleiben, damit dieser Katharinasittich in Zukunft wieder ein schönes, geschlossenes Gefieder aufweisen kann.

Katharinasittich Katharinasittich

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