Die Natur hält für diese Rubrik so einiges bereits: Wildgräser in verschiedenen Reifestadien, Wildkräuter wie Hirtentäschelkraut, Löwenzahn oder Vogelmiere. Mit einem frisch gepflückten Strauß dieser heimischen Naturkost befassen sich Katharinasittiche stundenlang, lösen Samen für Samen aus den Grasrispen, kauen an Blättern herum und zerpflücken Blütenstände.

Wie bei allen Pflanzen aus der Natur ist es wichtig, diese nicht an viel befahrenen Straßen oder an Ackerrändern zu sammeln. Die Belastung mit Schadstoffen und Pestiziden ist dort meist um ein Vielfaches höher als an naturbelassenen Wiesen.

Der Hobbygärtner wird sich freuen: Katharinasittiche fressen hin und wieder gerne Giersch, ein wegen seiner Wachstumsfreude gefürchtetes Unkraut.

In den Wintermonaten können Sie die fehlenden Wildkräuter durch beispielsweise Feldsalat oder Kulturkräuter ersetzen. Feinblättrige Küchenkräuter wie Basilikum, Petersilie oder Schnittlauch erfordern wegen des intensiven Geschmacks anfangs ein bisschen Abenteuerlust, werden dann aber von den Sittichen begeistert verspeist. Aufgrund des hohen Gehalts an ätherischen Ölen sollten Sie Küchenkräuter wie Rosmarin oder Salbei generell sparsam geben.

Kräuter
  • Bärlauch
  • Basilikum
  • Bohnenkraut
  • Dill
  • Fenchelkraut
  • Estragon
  • Kerbel
  • Koriandergrün
  • Kresse
  • Lavendel
  • Majoran
  • Melisse/Zitronenmelisse
  • Minze
  • Oregano
  • Petersilie
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Schnittlauch
  • Thymian
Aus der Natur
  • Breitwegerich
  • Gänseblümchen
  • Giersch
  • Hirtentäschelkraut
  • Kamille
  • Kapuzinerkresse
  • Löwenzahn
  • Ringelblumen
  • Sauerampfer
  • Spitzwegerich
  • Vogelknöterich
  • Vogelmiere
  • Wildgräser
Bambus

Katharinasittiche lieben Bambus! In stundenlanger Klein- und Gemeinschaftsarbeit werden die langen Stängel entlaubt und die Blätter genüsslich zerkaut. Wenn Sie einen Garten ihr Eigen nennen, pflanzen Sie zwei, drei Bambusstauden. So haben Sie immer – auch im Winter – frisches Grünzeug für Ihre Sittiche.
Da Bambus gern „auf Wanderschaft geht“ und sich mittels seiner invasiven Wurzeln massiv ausbreitet, eignen sich für den Garten besonders sogenannte horstbildenden Bambussorten wie Fargesia. Sie bilden keine Ausläufer, aber dennoch stetig neue Triebe, die Sie regelmäßig ernten können.

Versuche, Bambus in einer Außenvoliere direkt anzupflanzen, misslingen in der Regel. Innerhalb weniger Stunden werden die Stauden dermaßen bearbeitet, dass bald nur noch ein blattloses Gerippe übrig bleibt.