Verhalten

Papageien sind komplexe Lebewesen, und so verhalten sie sich auch.
Katharinasittiche warten mit einem immensen Repertoire an unterschiedlichen Verhaltensweisen auf, mit einer komplexen Sprache und mit einer gesunden Portion sozialer Kompetenz. Sie als intelligente kleine Wesen zu betrachten fällt nicht schwer.

Manchmal jedoch werden die Bedürfnisse großer und kleiner Papageien missachtet, sei es durch Einzelhaltung, Unterbeschäftigung oder Haltung in viel zu kleinen Käfigen. Die Folge sind verstörte und psychisch wie physisch kranke Tiere.

Ein immenses Problem des Katharinasittichs ist seine geringe Größe und seine anfangs zurückhaltende Art. Sein Bedürfnis nach reichlich Bewegung wird dadurch leicht unterschätzt. Aber die Sittiche benötigen viel Bewegungsraum in einer ausreichend großen Unterkunft und jede Menge Beschäftigung.

Körpersprache und Lautäußerungen der Sittiche richtig zu deuten, gelingt anfangs nicht jedem Halter. Oftmals werden Situationen allzu menschlich interpretiert. Es wird vergessen, dass die Sittiche noch immer ihre Urinstinkte in sich tragen und sich dementsprechend verhalten.

Die folgende Rubrik soll Ihnen das faszinierende Wesen der Katharinasittiche mit all ihren Facetten näher bringen.

Bewegung
Bewegung

Mal schnell, meistens langsam

Katharinasittiche und ihr Tagesablauf

Wie wir Menschen sind Papageien Gewohnheitstiere, so auch Katharinasittiche. Ihr Tag gliedert sich in mehrere Phasen:

  • Mit der Sonne – oder der Beleuchtung im Haus – wachen die Vögel auf. Das anfangs leise Geplapper wird stetig lauter.
  • Der Schwarm sammelt sich. In ihrem natürlichen Habitat brechen die Tiere gemeinsam zur ersten Futtersuche des Tages auf. In Voliere oder Käfig flattern die Sittiche unter lautem Palavern umher. Dies ist die erste aktive Phase. Nach Möglichkeit sollten die Vögel genau jetzt Freiflug erhalten, denn zu diesem Zeitpunkt wird er ausgiebiger genutzt als über Mittag oder am Nachmittag.
  • Nach dem Frühstück wird erst einmal ausgiebig geruht, gekrault und das Gefieder gepflegt. Diese Ruhephase zieht sich bis in den Nachmittag, unterbrochen von kleineren Aktivitäten wie Fressen, Duschen, Erkundungen …
  • Am Spätnachmittag drehen Katharinasittiche noch einmal richtig auf. In dieser zweiten aktiven Phase steigt wie bereits vormittags die Lautstärke eines Schwarmes an. Die Vögel fliegen gemeinsam umher, treffen sich zum Fressen und kommentieren alles lautstark.
  • Langsam neigt sich der Tag dem Ende zu. Die Vögel ziehen sich paar- oder gruppenweise in ihre Schlafhäuser zurück und werden ruhig.